Martin-Luther-Schule - Am Wilhelmsplatz 8 - 48268 Greven - Telefonnummer: 02571-2288

 

Martin-Luther-Grundschule - Schule mit Tradition

 


1900

 

 Gründung unserer evangelischen Schule

Auf Drängen der evangelischen Gemeinde wurde die Genehmigung für die Errichtung einer evangelischen Schule in Greven erteilt. Im Haus des Steuereinnehmers Reineke in der Fredenstiege wurde am 22.03.1900 in einem großen Zimmer die erste evangelische Schule in Greven eingerichtet. Alberth Marth aus Langendreer war der erste Lehrer an dieser neuen Schule. Am 20. April 1900 begann der Unterricht für dreiundzwanzig evangelische Schüler in einer eigenen Schule. Es war die erste und einzige evangelische Volksschule im ganzen Landkreis Münster. Bis dahin besuchten etwa zwanzig evangelische Kinder die katholischen Dorfschulen.

 


1903

 

Bau eines eigenen Schulgebäudes

Durch die Spendenbereitschaft der evangelischen Einwohner Grevens war es möglich im Jahr 1903 mit dem Bau eines eigenen Schullokals mit Lehrerwohnung auf einem nahe bei der Christuskirche liegenden Grundstücks zu beginnen. Am 8. Oktober 1903 konnte das eigene Schullokal mit dem Lehrer Alberth Marth bezogen werden. Schon fünf Jahre später musste aufgrund der steigenden Schülerzahlen (43 Schüler) die Schule durch einen bis dahin als Wohnraum genutzten Raum erweitert werden. Gleichzeitig wurde die Schule samt Schulplatz an die politische Gemeinde übergeben, die nun für die Unterhaltung zuständig war.

 


1914

 

Erster Weltkrieg

Im 1. Weltkrieg musste die Schule aus Ersparnisgründen geschlossen werden, nachdem der derzeitige Lehrer Mertens als Soldat eingezogen wurde. Die Kinder erhielten ihren Unterricht in der katholischen Volksschule bis der Schulbetrieb Ostern 1919 wieder durch den Lehrer Mertens aufgenommen werden konnte.

 


1939

 

Zeit des Nationalsozialismus

Unter den Nationalsozialisten wurde eine „einheitliche deutsche Schule“, an der katholische und evangelische Lehrer Unterricht erteilten, angestrebt. Der Widerstand der beiden Kirchen war erfolglos. Mit Wirkung vom 1. April 1939 wurden die Volksschulen in der Gemeinde Greven als „Einheitsschulen“ eingerichtet, an denen gleichzeitig evangelische und Katholische Lehrkräfte angestellt wurden. Das nun freigewordene evangelische Schulhaus wurde 1940 von der evangelischen Kirchengemeinde zurückgekauft, um es als Gemeindehaus umzubauen (heute: Katharina-von-Bora Gemeindehaus).

 


1946

 

Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg

Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges fand sämtlicher Unterricht in der Johannesschule statt, aber am 9. Februar beendete ein Hochwasser auch hier den Schulbetrieb. Ab März 1946 stand die Johannesschule wieder zur Verfügung. Die Kinder wurden nun aufgeteilt und zwar besuchten die Mädchen die Martinischule und alle Jungen die Johannesschule.

Nach dem 2. Weltkrieg stieg durch den Zustrom der Ostflüchtlinge die Zahl der evangelischen Schüler in Greven rasch an. 1946 waren es bereits 77. Durch eine „Willenserklärung auf Einrichtung oder Wiedereinrichtung einer konfessionellen Volksschule“ sollten die Eltern aller Schüler erklären, ob sie ihre Kinder auf eine konfessionelle Schule schicken wollten. Nach der Auszählung der abgegebenen Erklärungen stand fest, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung des Landkreis Münster für die Konfessionsschule ausgesprochen hatte. So musste in der Gemeinde Greven die evangelische Schule wieder eingerichtet werden. Es gab nun wieder eine evangelische Schule, allerdings ohne eigenes Schulgebäude. Als die Wilhelmschule am 1. März 1950 durch die englischen Besatzungsbehörden freigegeben wurde, bekam die „evangelische Schule“ hier zwei Räume (heute unser Altbau).

 


1953

 

Lutherschule

1953 erhielt die evangelische Schule am Wilhelmplatz den Namen „Lutherschule“. Ostern 1955 betrug die Anzahl der Schulkinder 168, 1957 bereits 202 und 1959 war sie auf 220 gestiegen.

Der Unterricht fand aufgrund der steigenden Schülerzahlen in vier Normal-Klassenräumen und einem Behelfs-Klassenraum im Dachgeschoss des im Jahre 1912 erstellten Schulgebäudes statt. 1959 wurde der Regierungspräsident über die herrschende Schulraumnot informiert und um Besichtigung im Rahmen der alljährlich stattfindenden Schulbereisung gebeten.

Anfang 1960 fehlten bereits zwei Klassenräume. Es gab sechs Klassen mit 233 Schülern, die von fünf Lehrer unterrichtet wurden. Nun stellte sich die Frage, ob man die Lutherschule um- oder neubauen sollte.

 


1960

 

Erweiterungsbau oder Neubau?

Am 5. Februar 1960 fand die Schulbesichtigung statt. Dabei wurde festgestellt, dass sich vier Räume im Erdgeschoss und im ersten Stock noch in gutem Zustand befänden und ein völliger Abbruch nicht nötig sei. (Anm.: Diese vier Klassenräume existieren heute noch!) Der Wunsch der Eltern nach einem Neubau wurde nicht entsprochen. Die Stadtvertretung beschloss in der Sitzung am 27. September 1960 einen Erweiterungsbau in verschiedenen Bauabschnitten durchzuführen. 1961 begann man mit dem Erweiterungsbau und zwei Jahre später war die Baumaßnahme abgeschlossen. Die Lutherschule verfügte jetzt über sieben Klassenzimmer, davon waren vier im umgebauten Altbau der Schule fertiggestellt. Die feierliche Übergabe des Erweiterungsbaus fand am 12. Juni 1963 statt. Schulleiter war in dieser Zeit Klaus Graack – als Nachfolger von Hauptlehrer Möllmann.

 


1968

 

Auflösung der Volksschulen

1968 wurden die Volksschulen aufgelöst. Die Grundschulen blieben konfessionell aufgebaut, dazu zählte auch die Martin-Luther Schule. 1969 übernahm Rektor Günther Vogeler die Schulleitung.

 

 


1977

 

Konfessionsschule oder Gemeinschaftsschule

Mitte der 70er-Jahre wurden Überlegungen laut, die Lutherschule in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln. Am 25.Januar 1977 fand im Kolpinghaus eine Schulgemeindeversammlung statt, bei der auch Vertreter der Stadt, der Kirche und der Schulaufsichtsbehörde anwesend waren. An diesem Abend wurde deutlich, dass bei allen Verantwortlichen der Wille bestand die evangelische Grundschule zu erhalten.

Entwicklung der Lutherschule

Unsicher wurde die Schulsituation noch einmal, als Anfang der 80er-Jahre die Schülerzahlen drastisch auf 83 und 86 Kinder sanken. Danach stiegen sie aber kontinuierlich wieder auf über 200 an.

Im Juni 1990 wurde Günther Vogeler nach 21 Jahren als Rektor der Lutherschule feierlich verabschiedet.

Die Schule wurde nun kommissarisch von Erika Wessel geleitet. Ihre Ernennung zur Rektorin erfolgte im Mai 1991.


1993

Neuer Erweiterungsbau

Da für acht Klassen nur sieben Klassenräume zur Verfügung standen, musste4 eine Erweiterung der Schule in Angriff genommen werden. Im Oktober 1993 war es endlich soweit. Die Bagger rückten an, um Platz für den Erweiterungsbau zu schaffen. In der zweijährigen Bauphase begann eine unruhige Zeit für die Kinder und Lehrerinnen der Lutherschule. Dank Unterstützung der Kirche konnte eine Klasse im Gemeindehaus unterkommen, später musste eine Klasse behelfsmäßig im Flur der Schule unterrichtet werden. Als Pausenspielplatz durfte die Wiese an der Christuskirche benutzt werden. Zeitweise musste das Lehrerzimmer über eine kleine Trittleiter durchs Fenster betreten werden.

Im August 1993 bekam die Schulleitung Verstärkung. Marion Birgoleit trat als Konrektorin ihren Dienst an.

Einzug in die neuen Räume

Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus verzögerte sich aufgrund des Dachstuhlbrandes in den Sommerferien 1994 um ein halbes Jahr. Am 14. Februar 1995 war es dann endlich soweit: Der Neubau der Lutherschule wurde mit einem großen Fest seiner Bestimmung übergeben.

Der vom Architekten Peter Grohmann gestaltete Erweiterungsbau fand bei der gesamten Schulgemeinde großen Anklang und alle fühlten sich sofort in den neuen Räumen wohl.


2000

 

100 Jahre Martin Luther Schule

Im Jahre 2000 feierte die Schule ein großes Schulfest anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums. Eine aufwändige Schulchronik unter dem Namen „100 Jahre evangelische Schule in Greven“ wurde erstellt.

Am 20. September 2002 wurde die Konrektorin Marion Birgoleit im Rahmen einer Schulfeier offiziell in ihr Amt als neue Schulleiterin der Martin-Luther Schule eingeführt und löste damit Erika Wessel in der Leitung ab.

 


2004

Start der offenen Ganztagsschule

Der Wunsch vieler Eltern nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und längeren Betreuungszeiten in den Grundschulen führte nach langen mühsamen Entscheidungsprozessen zur Gründung der offenen Ganztagsschulen an allen Grevener Grundschulen. Der damalige Bürgermeister Dr. Olaf Gericke sprach in der entscheidenden Schulausschusssitzung im Juni 2004 sogar von einem „Mammutprojekt“, in das die Stadt Greven hohe Summen investierte. Als Träger wurde der Kooperationspartner „Lernen fördern“ ins Boot geholt.

An der Martin-Luther-Grundschule war das Projekt OGS eines der umstrittensten in der Grevener Kommunalpolitik, da nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht werden musste. Heftig hatte der Rat darum gerungen, ob er wirklich 2800000 Euro für den Dachausbau und Aufstockung des Martin-Luther-Hauses (ehemaliges Gemeindehaus) ausgeben solle, um dort die Lutherschüler nachmittags betreuen zu können. In einer dramatischen Sitzung im Frühjahr 2005 hatten sich die Fraktionen, nicht zuletzt auf starken Druck der Elternschaft, zu dem Schritt entschlossen. „Wir werden am 24. Oktober 2005 mit der Offenen Ganztagsgrundschule an der Lutherschule beginnen“, erläuterte Erich Schmitte, damaliger Leiter des Grevener Schulamtes.

Im August 2005 gab es nach dem erfolgreichen Ausbau des Dachstuhls ein Richtfest, bei dem der stellvertretende Bürgermeister Prof. Karl-Herrmann Korfsmeier die hohen Investitionskosten und die Lösung „Lutherhaus“ folgendermaßen kommentierte: „Man kann davon ausgehen, dass dieses Geld gut angelegt ist und für unsere Kinder etwas dabei herauskommt.“

Am 24. Oktober 2005 war es dann endlich soweit: Fröhlich nahmen 32 Kinder der Martin-Luther Grundschule Besitz von ihren neuen, lichtdurchfluteten Räumlichkeiten. Schulleiterin Marion Birgoleit hätte sich eine Aufstockung des eigentlichen Schulgebäudes gewünscht, zeigte sich aber nach der Fertigstellung des Dachausbaus und des darunterliegenden Geschosses hoch zufrieden: „In diesen schönen Räumen können sich unsere Schulkinder wohlfühlen!“


2008

 

Erweiterung der OGS

In den nachfolgenden Jahren stieg die Akzeptanz der OGS und damit die Anmeldezahlen, so dass nach einer räumlichen Erweiterung der OGS gesucht werden musste. Da ein Umzug des Gemeindehauses in das ehemalige Pfarrhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite anstand (heute. Katharina-von-Bora Haus), standen Räumlichkeiten im Souterrain zur Verfügung. Nach zähen Verhandlungen wurden diese Räume von der Stadt angemietet und renoviert. Am 1. August 2008 konnten dann 56 Kinder die erweiterte OGS besuchen.


2015

 

Betreuung bis 14 Uhr

Um den zunehmenden Elternwünschen nach flexibleren Betreuungszeiten gerecht zu werden, bildete sich im Frühjahr 2015 eine Steuergruppe mit dem Ziel eine 14- Uhr Betreuung an der Martin-Luther Grundschule einzurichten. Der Förderverein der Schule übernahm die Trägerschaft und am 29. Mai 2015 wurde der Kooperationsvertrag zwischen der Stadt Greven, Schule und dem Förderverein geschlossen. Das 14-Uhr Modell „ÜMI“ startet ab August 2015 mit voraussichtlich 20 Kindern und zwei pädagogischen Fachkräften. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Martin-Lutherschule.

 


2013

 

Einrichtung unseres Forscherlabors

Dank der großzügigen Spende der Fiege-Stiftung konnte die Martin-Luther Schule am 27. Februar 2013 ihr neues Forscherlabor im Foyer der Schule einrichten. Nun konnte jedes Kind seinem Forscherdrang nachgehen und mit Neugier und Begeisterung naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen auf den Grund gehen.

 


Auszeichnungen

 

Die Martin Luther Grundschule war die erste deutsche Grundschule die das Zertifikat „Haus der kleinen Forscher“ erhielt!

Die Martin-Luther Schule nahm und nimmt regelmäßig und erfolgreich an Wettbewerben und Zertifizierungen teil. Hier die wichtigsten:

 

März 2012:   Auszeichnung „Schule der Zukunft“  logo1
Oktober 2015:  Auszeichnung „Schule der Zukunft“ logo1
Februar 2017:  Rezertifizierung:  „Haus der kleinen Forscher“ logo forscher

Dezember 2017

Auszeichnung: Mintfreundliche Schule:   mint logo

 

 


2020

Ausblick:

Am 5. Juni 2015 feierte unsere Schule ihr 115-jähriges Jubiläum mit einem bunten Schulfest und im Jahre 2020 werden wir mit einem Zirkusprojekt das 120 jährige Jubiläum gebührend begehen.

Das Reformationsjahr 2017 haben wir gebührend mit vielen Projekten und Festivitäten rund um unseren Namenspatron Martin Luther ausgiebig gefeiert.

To be continued……….